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Berlin Hellersdorf

Projekt Luftschloss

PROJEKT LUFTSCHLOSS
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[En] The PROJEKT LUFTSCHLOSS [project castle in the air] is the result of the examination of the fragmentation and incompletion of the space and the disappointed hopes for permanence and wholeness. The installation Alice-Salomon-Platz in Berlin Hellersdorf is 2300 m3 in size and is divided into four phases; showing different stages of transformation.
Using the imagery of a construction site, the object receives a dynamic form and becomes a transitional work whose presence already contains its own absence. Materials normally used to conceal the construction process become building materials. The installation oscillates between permanence and volatility, the grounded tectonics of a construction site and the placeless hovering of a cloud. Using common place construction scaffolding and protective netting the installation mimics a construction site and thereby blends into the urban landscape. It reveals its artistic intention only through its structural discrepancies. The staged construction site links back to the never completed plans of the large scale housing development Hellersdorf. Ever since the political system change and the bankruptcy of the development agency, incomplete building projects have shaped the fragmented image of this area. The three-dimensional forms within the scaffolding are changed periodically so that the object is continuously in an in- between state. The observer is left with the growing realization that the transitional form is the final gestalt of the object. The project becomes cloud and castle at the same time.
Background: Substantial construction on the housing development Hellersdorf started in 1979. It was one of East-Berlin‘s largest new housing developments along with Marzahn, Altglienicke and Hohenschönhausen. By the time of the fall of the Berlin Wall in 1989, construction had not been completed; only 34.000 of 46.000 apartments were finished. During the 1990s the neighborhood center „Helle Mitte“ was constructed to further develop the area. Most of the building construction had been completed by 1998. Due to the bankruptcy of the development agency and missing public funds, especially the planned improvements to the public realm remained incomplete and have shaped the unfinished image of “Helle M itte” ever since.
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[De] Das PROJEKT LUFTSCHLOSS, eine 2300 m3 umfassende temporäre Installation auf dem Alice-Salomon- Platz in Berlin-Hellersdorf, ist Ergebnis einer Auseinandersetzung mit dem Unfertigen, Fragmentierten des Ortes und den enttäuschten Hoffnungen auf Permanenz und Ganzheit.
Das Projekt gliedert sich in vier Phasen, die verschiedene Stadien eines Wandlungsprozesses zeigen.
In Form einer Baustelle ist ein ein Objekt mit dynamischer Gestalt entstand, ein Werk des Übergangs, das in seiner Präsenz bereits die eigene Abwesenheit vorwegnimmt. Die üblicher Weise zum Verhüllen von Bauprozessen verwendeten Materialien werden dabei selbst zu Baustoffen. Die Installation oszilliert in ihrem Ausdruck zwischen Permanenz und Flüchtigkeit, verwurzelter Tektonik einer Baustelle und ortlosem Schweben einer Wolke. Durch die Gerüste und Bauschutznetze, wie sie bei fast jeder Baustelle vorkommen, passt sich das Kunstwerk mimetisch in den Stadtraum ein. Erst seine strukturelle Widersprüchlichkeit offenbart es als künstlerische Intervention. Die inszenierte Baustelle stellt eine Verknüpfung zu den nie zu Ende geführten Planungen der Großsiedlung Hellersdorf her, denn durch die politische Wende und die Insolvenz des Entwicklungsträgers prägen bis heute nicht fertiggestellte Maßnahmen das fragmentierte Bild des Ortes. Die sich zyklisch ablösenden räumlichen Figuren der Installation erzeugen einen anhaltenden Zwischenzustand. Mit der immer stärker werdenden Gewissheit, dass die Form des Übergangs die eigentlich finale Gestalt abbildet ist ein Werk entstanden, das beides ist, Luft und Schloss zu gleich.
Hintergrund: 1979 begannen die umfassenden Baumaßnahmen für die Großsiedlung Hellersdorf. Sie gehörte neben Marzahn, Hohenschönhausen und Altglienicke zu den großen Neubaugebieten Ost- Berlins. Zum Zeitpunkt der politischen Wende 1989/1990 war die Baumaßnahme Hellersdorf noch nicht abgeschlossen, so dass von den geplanten 46.000 Wohnungen nur 34.000 zur Ausführung kamen. Zur Weiterentwicklung der Großsiedlung Hellersdorf wurde in den 1990er Jahren das Stadtteilzentrum „Helle Mitte“ (ab 1995) errichtet. Im Jahr 1998 wurden die meisten Hochbauarbeiten weitgehend abgeschlossen. Insbesondere die nicht fertiggestellten Maßnahmen im öffentlichen Raum aufgrund der Insolvenz des Entwicklungsträgers und fehlender öffentlicher Investitionen prägten lange Zeit und prägen noch das unfertige Bild der „Hellen Mitte“. Eine zunehmende Verschlechterung wirtschaftlicher Rahmenbedingungen beeinträchtigte die weitere Entwicklung dieses Standortes.
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Alice-Salomon-Platz, Berlin-Hellersdorf
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scaffolding | netting | 2300 m3
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www.projektluftschloss.de
www.zeitschrift-suburban.de
www.vimeo.com